Mehr über den BabySitter
Die Firma Björn Jakobson wurde dank des BabySitters geboren
In den 1960er Jahren gab es nicht viele Produkte, die das Leben von Familien mit kleinen Kindern verbesserten und vereinfachten. Während seiner Studienzeit passte Björn Jakobson oft auf die Kinder seines Bruders Sten und dessen Frau Elsa auf. Durch diesen engen Kontakt zu seinen Nichten und Neffen eröffnete sich ihm eine völlig neue Welt: die der Eltern und Kinder.
Björn arbeitete Anfang der 1960er Jahre in der Fleischerei seines Onkels, der ihn u.a. auf Studienreise in die USA schickte, wo er Fleischereiunternehmen kennen lernen und sich in dem Beruf weiterbilden sollte. In den USA sah Björn zum ersten Mal einen BabySitter, ein Produkt, das es damals weder in Schweden noch im übrigen Europa gab. Er nahm ein Exemplar mit nach Hause für seinen Neffen Nisse, das fünfte und jüngste Kind von Sten och Elsa. Elsa soll damals zuerst gesagt haben, dass sie sich nicht vorstellen könne, ihren Sohn in „ein solches Ding“ zu setzen. Als Nisse ihn jedoch ausprobieren durfte, wurde der BabySitter ein voller Erfolg.
So gründete Björn 1961 zusammen mit Elsa die Firma Björn Jakobson. Damals arbeitete er immer noch halbtags in der Fleischerei. Elsa übernahm den Telefondienst und schrieb Briefe, während Björn mit dem Fahrrad herumfuhr, um jemanden zu finden, der die Metallstäbe, d.h. das Gestell des Baby Sitters, biegen konnte. Bei der Firma Gnosjö Konstsmide fand er schließlich jemanden, der das konnte. Das war der Beginn der bis heute andauernden Zusammenarbeit mit Herstellern aus der Region Småland, von denen ein Großteil in Lanna im Kreis Värnamo ansässig sind.

Dann begann die Produktion. Da weder Björn noch seine Schwägerin Elsa Geld hatten, schrieben sie die ersten Verkaufsbriefe auf einer geborgten Reiseschreibmaschine. Björn berichtete später, dass er Elsa in der Aufbauphase der Firma sehr viel zu verdanken hatte.
Björns Besuche in Warenhäusern und bei Kinderwagenhändlern blieben zunächst ergebnislos. Niemand glaubte an den Baby Sitter. Der Verkauf kam also nicht in Gang, bis Björn und Elsa auf die Idee kamen, Ärzte den BabySitter untersuchen und begutachten zu lassen. Die Gutachten waren sehr positiv, was auch zu Artikeln in mehreren Zeitungen führte.
1963 schrieb die Tageszeitung Dagens Nyheter, dass man den BabySitter im Warenhaus NK in Stockholm kaufen könne. Björn ging zum NK und berichtete dort von der Reportage, woraufhin das Warenhaus zwei Exemplare einkaufte. Dann schickte Björn seine Mutter hin, um ein Exemplar zu kaufen. Das Ganze wiederholte sich. NK kaufte wieder zwei Stück ein usw. Ein Jahr später, im Juli, kaufte NK bereits rund 300 BabySitter ein.
Der BabySitter wurde in Schweden und im übrigen Europa zu einem riesigen Verkaufserfolg, und Anfang der 1980er Jahre auch in die USA, wo das Original nie größere Verkaufszahlen erreicht hatte. 1996 verschwand der BabySitter aus dem Sortiment, kam aber 2002 in einer neuen, weiterentwickelten Version wieder auf den Markt: BABYBJÖRN BabySitter 1-2-3.