Ab welchem Alter ist die nach vorne gerichtete Tragevariante möglich?

In den ersten vier Lebensmonaten sollten Babys nur mit dem Gesicht zum Körper der Eltern getragen werden. Kopf und Nacken benötigen noch Unterstützung und liegen an Hals und Brust der Mutter oder des Vaters.

Wenn ein Baby dann seinen Kopf eigenständig halten kann, nimmt es auch seine Umgebung bewusster wahr und verfolgt gespannt, was um es herum passiert. Dann ist die Zeit reif für das Tragen des Kindes mit der Blickrichtung nach vorne bzw. außen. Die meisten Kinder sind davon begeistert. Es existieren keine wissenschaftlichen Belege darüber, dass das Nachvornesehen psychologisch nachteilig für Kleinkinder wäre. Die Beobachtung der Umwelt, der Natur, der Menschen und Tiere fördert die Entwicklung.

Der Besuch eines Jahrmarktes könnte zu viel sein, gegen einen Spaziergang in der Natur ist nichts einzuwenden. Vernünftige Eltern werden immer ihr Kind beobachten; wenn es den Kopf wegdreht oder weint, signalisiert es eindeutig, dass es sich nicht mehr wohlfühlt und die Position wechseln möchte.

Aus kinderorthopädischer Sicht gibt es keine Bedenken gegen die nach vorne gerichtete Trageposition des älteren Säuglings. Negative Auswirkungen auf Rücken und Wirbelsäule sind nicht bekannt. Rücken und Wirbelsäule sind schon etwas reifer und schmiegen sich der Brust der Mutter oder des Vaters an. Bedenken, dass das Kind dabei ins Hohlkreuz gedrückt würde, müssen Eltern nicht haben. Der Körper des Erwachsenen ist weich und bietet dem kindlichen Rücken keinen starren Widerstand.